Montag, 1. Mai 2017

Mythos :: Die unheimlichen Carters [1]



Notizen aus dem Schwarzen Buch

"Die Berge hinter Arkham sind voll von unheimlicher Magie – von etwas, das vielleicht der alte Hexenmeister Edmund Carter von den Sternen herabrief oder aus den Krypten der innersten Erde heraufbeschwor, als er 1692 aus Salem dorthin floh."
H.P. Lovecraft & E. Hoffmann Price:
"Durch die Tore des Silberschlüssels"

Es ist etwas Unheimliches an dieser Familie Carter - und reden wir nicht einmal von ihrem entfernten Verwandten, der durch eine fortgeschrittene Form der Astralreise auf einen fremden Planeten gelangte und die phantastischen Berichte seiner Abenteuer dort an uns übermittelte. Es sind vor allem die Carters von Neuengland, die immer wieder in unheimliche (oder phantastische) Geschehnisse verwickelt sind - oder sie vielleicht sogar hervorrufen.

Und von all diesen ist vielleicht Randolph Carter der unheimlichste. Ein Träumer, ein Okkultist; ein Schriftsteller, dessen Veröffentlichungen in dem Schundmagazin Whispers zu einem Skandal führten und der in einige unerklärliche Vorfälle - und Todesfälle - verwickelt war. Wir erkennen in ihm unschwer das Alter Ego seines Biographen H.P. Lovecraft, einem anderen Träumer, der viele dieser außergewöhnlichen Visionen in dem Schundmagazin Weird Tales veröffentlichte.

Während sein unweiter Verwandter, jener andere Carter, nur einen einzigen Planeten erreichte und eine unvergleichliche Prinzessin fand, durchschritt Randoplph Carter den ganzen Raum der realen und Traumwelt bis hinein in weitere, bislang unerreichte Dimensionen - er wurde zu einem Bewohner der - nutzen wir einen fiktiven Begriff - Hyperzeit.

Randolph Carter ist - als Alter Ego des Autoren vielleicht erklärlich - der einzige wiederkehrende "Held" in Lovecrafts originalen Mythoserzählungen. Es sind sogar ganz genommen sieben, in denen er auf die eine oder andere Weise - in der einen oder anderen Gestalt - auftaucht:

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